„Wenn ich auf fünfzig Jahre Dienst zurückblicke, erinnere ich mich an unzählige Prüfungen, Schwierigkeiten und Zeiten erdrückenden Schmerzes. Aber durch all das hindurch hat sich der Herr als treu, liebevoll und vollkommen wahrhaftig in all seinen Verheißungen erwiesen.“ (David Wilkerson)

Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Predigten und den täglichen Mahlzeiten

Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an.
Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen,
wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander,
besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt!
(Hebräer 10:24+25)

CC BY 4.0
Lange war Ricky nicht mehr zum Gottesdienst gegangen. Jetzt erhielt er Besuch vom Pastor, der sich nach seinem Befinden und nach dem Grund seines Fernbleibens erkundigte.

Ricky erklärte dem Pastor: „30 Jahre lang war ich fast jeden Sonntag in der Kirche. Das dürften so um die 1.500 Predigten gewesen sein, die ich mir da angehört habe. In all diesen Jahren haben die Menschen Gott gepriesen und ihm gedankt. Ich habe mir den Lobpreis und die Predigten angehört, aber ich kann mich beim besten Willen an keine einzige davon erinnern. Deshalb denke ich, dass ich meine Zeit verschwende. Und Sie verschwenden Ihre Zeit, indem Sie Predigten halten und all diese Lobpreisungen sprechen und singen, an die ich mich nicht einmal erinnern kann.“

Der Pastor erwiderte: „Ich bin jetzt seit 30 Jahren verheiratet. In dieser Zeit hat meine Frau mir über 30.000 Mahlzeiten zubereitet. Jeden Tag beendet sie mit den Worten „Ich liebe dich!“ und las mir im Laufe der Jahre über 11.000 Mal eine Bibelstelle, ein Gedicht oder einen netten kleinen Spruch vor. Aber ich kann mich beim besten Willen nicht an das gesamte Menü einer einzigen dieser Mahlzeiten erinnern oder an auch nur an eins dieser Gedichte. Aber ich weiß eines: All die Mahlzeiten haben mich genährt und mir die Kraft gegeben, die ich für meine Arbeit brauchte und jedes Gedicht hat mir das Gefühl gegeben, geliebt zu werden.“

Auch Du und ich erinnern uns nicht an jede Predigt, die wir bisher gehört haben - vielleicht an einige besondere. Wir können nicht jeden Vers zitieren oder jeden Gedanken weitergeben, den wir mal gehört haben. Aber wie oft sind wir sonntags nach Hause gegangen, in dem Bewusstsein: „Jesus liebt mich!

Das Wort Gottes, die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern und das Gebet sind wie Mahlzeiten, die zum geistlichen Leben und zur geistlichen Gesundheit dazugehören. Darum ist es so wichtig, dranzubleiben; wichtig für uns selbst, wichtig für andere und vor allem wichtig zur Ehre Gottes!

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen
und in den Gebeten.
(Apostelgeschichte 2:42)

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