Man mag eine solche Überschrift ja kaum lesen - viel weniger schreiben.
Aber gibt es nicht Millionen von Menschen, die sich gerade diese Frage
stellen? Abgesehen von denen, die sowieso an gute und böse Wesen in der
unsichtbaren Welt glauben, fragen sich unzählige Menschen: Wie kann ein
guter Gott so etwas zulassen. Und dabei denken sie nicht nur an den Mittleren Osten, sondern auch an den viele Länder der Welt, die abgestürzten Flugzeuge mit vielen Toten, an die Familie, die einer schrecklichen
Tragödie zum Opfer fallen, an die Millionen Kinder, die in Armut,
Sklavenarbeit und Prostitution aufwachsen und an die Mengen von Kranken,
die in unsagbaren Schmerzen dahinvegetieren.
Ich lese Psalm 104. Ein Psalm, der die Herrlichkeit, Größe, Allmacht, Geduld
und Fürsorge Gottes beschreibt. Gott sieht und kontrolliert alles. Gott
hat alles bewusst so geschaffen, dass Mensch und Tier versorgt werden.
Verse 10-12+14 sagen:
Selbst Sonne und Mond sind zum Wohl aller Lebewesen geschaffen und "programmiert"
Die natürliche Reaktion darauf wird in den Versen 28+29 beschrieben:
Gott, der Herr und Schöpfer gibt Speise und Gutes denen, deren Augen auf Ihn gerichtet sind. Aber das Gegenteil ist auch wahr. Vers 29 sagt:
Wenn Gott seine Hand auftut (aktiv) - entsteht Gutes (Sättigung und Segen)! Wenn Gott nichts tut (sich verbirgt, passiv) - entstehen Schrecken und Vergänglichkeit!
Eine Teilerklärung für Not und Leid in der Welt besteht in der Tatsache, dass die Augen der Menschen nicht länger auf Gott gerichtet sind, sondern Gott ignorieren. Ich sage bewusst NICHT: "die Augen der Menschen im Mittleren Osten, der Kranken und Leidenden sind nicht auch Gott gerichtet." Das wäre nicht nur kurzsichtig, sondern schlichtweg FALSCH! Richtig ist, dass die Augen der Menschen als Kollektiv sind nicht mehr auf den Herrn gerichtet sind - und Gott hat sein Angesicht eine Weile verborgen … wir ernten die Frucht. Die Menschen wollen Gott nicht, wollen in Ruhe gelassen werden und lehnen es ab, auf Ihn zu warten. Also lässt Gott uns unseren Willen - und verbirgt sein Angesicht für eine Weile. Die Folgen sehen wir. Wenn wir dann fragen: "Warum tut Gott das? Ist er nicht ein lieber Gott?'" dann ist die Frage falsch gestellt. Psalm 104 beschreibt: Alles Gute kommt von Gott. Wenn wir ihn aber ablehnen, zwingt er sich uns nicht auf. Dann verbirgt er sein Angesicht für eine Weile und lässt uns in Ruhe - wie wir es uns ja wünschen. Die Folge ist, dass wir "erschrecken und vergehen" (Vs 29)
Wenn Not und Elend in der Welt ein Indikator dafür sind, wie weit sich die Menschheit von Gott abgewandt hat, dann erhalten wir hier einen kleinen Einblick in die Gottlosigkeit der Welt.
Unser Auftrag als Christen ist zweifach:
Zum einen sollen unsere Augen auf unseren Herrn gerichtet sein. Die Folge davon wird u.a. in Psalm 104:27-28 beschrieben. (Aber Achtung, wir leben in einer Welt, die Gott nicht mehr will. Gott wird segnen, die auf Ihn warten.)
Zum anderen sollen wir andere ermutigen, auf den Herrn zu warten. Unsere Worte und Werke sollen bezeugen: Der Herr liebt und kümmert sich um die, die auf Ihn hoffen.
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