Jeder kennt die Überlegung, ob das Glas halb voll oder halb leer ist.
Eine Frage des Blickwinkels. Wenn ich morgen nach Bonn fahre, kann ich in Engelskirchen
stöhnen, dass die Hälfte der Strecke noch vor mir liegt, oder ich kann mich
freuen, dass ich es schon halb geschafft habe. Eine Frage der Sichtweise.
Ein Autofahrer
machte eine Spritztour übers Land und sieht einen alten Mann, der gemütlich auf einer Bank vor einem Zaun sitzt,
während er die vorbeifahrenden Autos beobachtet. Der Fahrer hält an um
sich ein paar Minuten Zeit für ein kleines Schwätzchen zu gönnen. „Ich
könnte es nie ertragen, hier zu leben. Sie kriegen hier nichts zu sehen und ich
bin sicher, Sie reisen auch nicht herum wie ich. Ich bin die ganze Zeit
unterwegs.“
Der alte Mann auf
der Bank vor dem Zaun blickt den Fremden eine Weile an und sagt dann langsam: „Ich sehe nicht viel Unterschied zwischen dem, was ich tue und was Sie tun. Ich sitze hier
vor dem Zaun und beobachte wie die Autos vorbeifahren.
Sie sitzen in Ihrem Auto und beobachten, wie die Zäune vorbeihuschen. Es kommt lediglich drauf an,
welche Sichtweise man hat."
Auch im geistlichen Bereich kommt es auf unsere Sichweise an. Israels
Armee sah den Giganten Goliath, fürchtete sich und dachte: „Der ist so
riesig – den können wir niemals besiegen.“ Dann kommt Teenage-David mit
seinem Gottvertrauen und denkt sich: „Der ist so riesig – den kann ich
niemals verfehlen!“
Jahre vorher waren es Kundschafter gewesen, die das VERHEIßENE Land
ausspioniert hatten. 12 Männer waren es gewesen. Sie kommen gemeinsam zurück.
Sie tragen die Verheißungen Gottes auf ihren Schultern: eine riesige Weinrebe,
die sie auf einer Stange auf ihren Schultern tragen, dazu Granatäpfel und
Feigen. Ja, Gott hatte ihnen gezeigt: Ich werde meine Verheißungen erfüllen.
Aber nur 2 aus 12 glaubten ihm. Über 80% schauten weder auf die Verheißungen,
noch auf die Früchte, die Beweise, dass Gott es ernst meinte. Sie schauten auf
die Umstände, auf Menschen und auf scheinbare Unmöglichkeiten.
„ Aber
das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und groß.
Und wir sahen auch (Riesen) dort. ... Wir können nicht
hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist stärker als wir! Das Land, das wir
durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Einwohner
frißt, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von hohem Wuchs. ... Wir
sahen dort auch Riesen, Söhne Enaks aus dem
Riesengeschlecht, und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und ebenso
waren wir auch in ihren Augen! (4 Mose 13)
Kaleb und Josua hatten dasselbe gesehen und erfahren. Aber ihre
Sichtweise war ganz anders:
„Laßt uns doch hinaufziehen und das Land einnehmen,
denn wir werden es gewiß bezwingen!“ (4 Mose 13)
Gott überließ Israel ihrem Unglauben und ihrer Rebellion. Und Er segnete
(ABER GEWALTIG!) den Glauben von Josua und Kaleb. Ihre Perspektive war: Gott!
Er kann und Er wird! Seine Verheißungen sind Ja und Amen! Er ist absolut
vertrauenswürdig!
Und was sind Deine Riesen, Deine Feinde, Berge, Wüsten, Grenzen? Starre nicht drauf! Blick auf Jesus. Mach
Dir Seine Verheißungen zu eigen. Halte Gott vertrauensvoll Seine Verheißungen
vor, „erinnere Ihn“ daran, sag Ihm, worauf Du Dich berufst. Halte Seine Hand
fest. Lass Sein Leben Deine Kraft sein. Er kann Dir mehr Kraft geben, als Deine
Nöte Dir rauben.
DEIN GLAS IST HALBVOLL!
Und wer sich an Jesus hält, kann und wird mit David selbst im Angesicht
der Feinde rufen:
„Mein Becher fließt über!“ (Psalm
23:5)
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