Heute (Freitag) habe ich an zwei Gebetstreffen teilgenommen.
In beiden Treffen wurde für die Situation im Mittleren Osten gebetet. In beiden
Treffen wurde über die Geschehnisse gesprochen, und ich bekenne: Ich selbst bin
gespalten. Auf der einen Seite verurteile ich die unvernünftigen und
intoleranten Aktionen der Islamgegner. Wer durch Karikaturen, Videos oder
andere Mittel Andersreligiöse provozieren möchte, dem mangelt es
offensichtlich an mehr als gesundem Menschenverstand. Andererseits ärgert mich
die Intoleranz derer, die wegen einer verbrannten Koranseite Menschen
umbringen, im Gegenzug aber hunderte von Bibeln öffentlich verbrennen. Es
ärgert mich, wenn man sich über eine Karikatur seines Religionsgründers maßlos
und gewalttätig aufregt und im gleichen Atemzug den zentralen Glaubensinhalt
einer anderen Religion verspottet. Das ist die Spaltung, in der ich lebe. Meine
subjektive Vermutung ist, dass es vielen anderen ähnlich geht.
Und wie reagieren wir? Die einfache Antwort gibt uns Philipper 2:5, wo Gott uns anweist:
Und wie reagieren wir? Die einfache Antwort gibt uns Philipper 2:5, wo Gott uns anweist:
„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“
Und dann wird beschrieben, wie Jesus die Stellung der Überlegenheit
verlässt. Wie Er sich freiwillig unter seine Ankläger stellt, ihr Knecht wird.
Freiwillig erniedrigt Er sich, nimmt einen völlig unverdienten Fluch auf sich. Freiwillig
stirbt Er – für Seine Feinde. An anderer Stelle lesen wir, dass er sterbend
noch für Seine Peiniger betete: „Vater,
vergib ihnen!“
Gesinnt sein, wie Jesus! Seine Feinde stellten Ihm ständig
Fallen, stellten Ihm nach, suchten, Ihn umzubringen. Er besuchte sie, tat ihnen
Gutes und erwiderte ihren Hass nicht. So war Jesus. Sie wollten die Wahrheit
nicht hören – Er lehrte sie trotzdem in Liebe. Sie lehnten Ihn ab – Er nahm sie
an. Sie stießen Ihn weg – Er ging auf sie zu! Sie verachteten Ihn – Er liebte
sie. So war Jesus.
Zurück in unsere Welt – in unsere Zeit. Zurück zu den
Nachrichten über Hass, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Zurück zu unserer innerer
Zerrissenheit. Wie gehen wir damit um?
„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“
Ich persönlich könnte jetzt alle möglichen Argumente aufführen,
warum man das so nicht vergleichen kann. Gottes Wort bleibt bestehen: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus
Jesus auch war.“
Ich hätte Erklärungen parat, warum die Situation mit unseren
„Feinden“ eine ganz andere ist als die Situation, in der Jesus damals war. Die
Anweisung bleibt: „Denn ihr sollt so
gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“
Die Zerrissenheit, in der wir uns befinden und die uns daran
hindert, Friedensstifter für Jesus zu sein, lässt sich beheben, indem wir
Gottes Wort beachten und tun:
„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“
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