Gladys Aylward wurde 1902 in England geboren und starb 1970 in Taiwan. Ihr chinesischer Name ist Ài Wěi Dé. Gladys war Missionarin unter den Chinesen.
Mit
18 hörte sie eine Predigt, die sie bewog, ihr Leben in den Dienst Jesu
zu stellen. Die China Inland Mission, wo sie sich zunächst bewarb,
lehnte sie erst mal ab. Gladys sparte so lange, bis sie genug Geld
zusammen hatte. Allein diese Tatsache ist nennenswert. Dann brach sie
auf nach China.
Einige
Zeit nach ihrer Ankunft begann sie die Arbeit als ‚Fußprüferin’. Im
Land war das traditionelle Verschnüren der Füße von Frauen verboten
worden. Das zu kontrollieren wurde zu Gladys Aufgabe und ermöglicht ihr
Reisen in viele Dörfer Chinas. Auf diese Weise konnte sie das Evangelium
verbreiten. Später kümmerte sie sich um Waisenkinder, musste aber im
Alter von 45 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück nach England. 10
Jahre später reiste sie erneut nach China aus, arbeitete erneut unter
Waisenkinder und starb 13 Jahre später in Taiwan.
Elizabeth
Elliot schreibt in ihrem Buch „Let me be a woman“, dass Gladys als
Jugendliche zunächst ihr Aussehen nicht akzeptieren konnte. Als Kind
hatte sie zwei große Sorgen. Zum einen hatten alle ihre Freundinnen
herrliche rotblonde Haare – nur ihre eigenen waren schwarz. Zum andern
wuchsen ihre Freundinnen alle noch, nachdem sie längst aufgehört hatte
zu wachsen. Sie war nur 147 cm groß.
Als
sie jedoch das Land erreichte, in das Gott sie gerufen und in dem Er
sie als Missionarin gebrauchen wollte, machte sie eine überraschende
Entdeckung, als sie in Shanghai von Bord des Schiffes ging. „Jede einzelne Person“, so erklärte sie, „hatte schwarze Haare. Und jeder Einzelne hatte aufgehört zu wachsen, wo ich aufgehört hatte.“ Gladys Aylward schaute auf zu ihrem Gott und rief aus: „Herr, Du weißt, was Du tust!”
Vielleicht
ist es nicht Deine Haarfarbe oder Deine Körpergröße, die Dir Not macht.
Vielleicht ist es Dein Gewicht, ein körperliches oder seelisches
Gebrechen, vielleicht vermeintliche fehlende Fähigkeiten oder auch etwas
ganz anderes. Die meisten von uns kennen irgendetwas in ihrem Leben
oder Alltag, das ihnen heftig Sorgen macht. Sorgen machen wir uns, weil
wir den Ausgang nicht kennen. Gott kennt ihn.
Was
Deine Haarfarbe, Deine Körpergröße oder Deine Fähigkeiten angeht, lass
Dich vom Wort Gottes korrigieren. David betet, was auch Du und ich
mitbeten sollten:
Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! (Psalm 139:14)
Was all unsere anderen Sorgen angeht, dürfen wir uns von 1 Petrus 5:7 ermutigen lassen:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
In jedem Fall gilt: „Herr, Du weißt, was Du tust!"

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare, die nur Werbung zum Inhalt haben oder zu Werbezwecken verlinkt sind, werden gelöscht!
Sie haben die Möglichkeit, anonym zu kommentieren. Dann wird Ihr Name nicht unter Ihrem Kommntar erscheinen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars wird Ihre IP-Adresse allerdings im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert. Natürlich werden keinerlei Daten veröffentlicht oder weitergegeben, es sei denn, Sie treffen diese Wahl selbst, indem Sie nicht anonym kommentieren.