„Wenn ich auf fünfzig Jahre Dienst zurückblicke, erinnere ich mich an unzählige Prüfungen, Schwierigkeiten und Zeiten erdrückenden Schmerzes. Aber durch all das hindurch hat sich der Herr als treu, liebevoll und vollkommen wahrhaftig in all seinen Verheißungen erwiesen.“ (David Wilkerson)

Donnerstag, 22. Januar 2026

Wer hält wen?

Kürzlich arbeitete ich an einer Predigt, als mich ein Gedanke packte, der mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Nichts, was nicht jeder von uns wüsste und nichts, was neu oder ein besonderer Augenöffner wäre. War es aber (erneut) für mich.

Es ging wohl um Jesu Treue in unserem Leben. Davon wissen wir und haben alle davon gehört.

Als ich aber darüber nachdachte, wie wichtig es ist, uns an Jesus festzuhalten, wurde mir neu bewusst, wie oft wir loslassen ... und trotzdem heute noch bei Ihm sind. Woran liegt das? Es liegt allein an Jesus. Er ist treu, selbst, wenn wir untreu sind. Heute sollen es hauptsächlich einige Bibelverse sein, die uns ermutigen und aufzeigen, dass wir bis heute mit Jesus unterwegs sind – nicht, weil wir uns an Ihm festhalten, sondern, weil Er uns festhält.

Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. (2 Timotheus 2:13) 

Aber der Herr ist treu; er wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. (2 Thessalonicher  3:3)

Er wird das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Durch seine Treue wird er die vollkommene Gerechtigkeit durchsetzen. (Matthäus 12:20)

Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden; (Lukas 15:4+5)

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. (Psalm 23:6)

Wie gut, dass unser geistliches (Über-)Leben nicht davon abhängt, wie bemüht wir sind, uns an Jesus festzuhalten, sondern, dass Er uns festhält!

Herr, weil mich festhält
deine starke Hand,
vertrau ich still.
Weil du voll Liebe,
dich zu mir gewandt,
vertrau ich still.
Du machst mich stark,
du gibst mir frohen Mut,
ich preise dich,
dein Wille, Herr, ist gut.

(Helga Winkel / 1957)

Mittwoch, 21. Januar 2026

Sex oder Gebet?

In der Dezember 2009 Ausgabe der Zeitung "Die Zeit" schrieb P. Schwarz im Leitartikel auf Seite 1:

"Sogar den meisten Christen fällt es leichter, über Sex zu reden als über das Beten."

Schwarz meint, dass zu dem Wenigen, das den Leuten heute noch peinlich ist, der Satz gehört: "Ich bete!"  Im Folgenden zeigt er auf, dass Gebet öfter praktiziert wird, als man im Allgemeinen meint und keineswegs etwas Abartiges ist.

Was natürlich ins Auge fällt ist der oben zitierte, provokative Satz. Stimmt er wirklich? Wenn er so nicht stimmt, bewegen wir uns darauf zu? Wenn ja, woran liegt das? Es kann verschiedene Gründe dafür geben:

  • Wir sind so sehr mit dem Leben in dieser Welt verbunden, dass es uns in allem geprägt hat, auch in den Themen, über die wir mit Leichtigkeit reden.
  • Wir haben den Blick Gottes dafür verloren, was in der Öffentlichkeit besprochen werden sollte und was nicht.
  • Wir sind uns nicht der Tatsache bewusst, dass Sex ein Geschenk Gottes für die Ehe ist. Darum fachsimpeln oder scherzen wir darüber mit einer Leichtigkeit, die dieses Gottesgeschenk verunglimpft und den Schöpfer verspottet.
  • Wir schwimmen mit dem Strom. Das ist (fast) immer das Einfachste.
  • Wir beten nicht! Wer nicht betet, hat zu dem Thema wohl auch nichts Bedeutungsvolles zu sagen. Also verlagert man das Thema auf ein Gebiet, wo jeder mitreden kann, selbst, wenn oft auch hier nicht viel von Bedeutung gesagt wird.
Die provokative Aussage aus dem "Zeit" Artikel fordert mich heraus, nicht zu den erwähnten "meisten Christen" zu gehören. Als Jesusjünger gehören wir eh zu einer Minderheit. In dieser Minderheit noch einmal zu einer Minderheit zu gehören, ist dann nur noch zweitrangig. Mit David bete ich:

"Herr, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!"  (Psalm 141:3)

und mit Timotheus möchte ich mir sagen lassen:

"Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen." (2. Timotheus 1:8)

Dienstag, 20. Januar 2026

Jesus und Trump zum Thema 'Frieden'

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, dass es hier nicht um Politik geht. Zwar werden ab und zu Politiker zitiert, aber immer geht es um Jesus. Und dabei bleibt es auch!

Gestern fiel mir eine Überschrift in den Nachrichten auf, die man als Christ nicht übersehen konnte. In fetter Schrift zu lesen: Trump denkt nicht mehr „ausschließlich an Frieden“. Naja, das war jetzt keine Neuigkeit. Was aber im Artikel zu lesen war, zeigt das ganze Ausmaß der Lüge des menschlichen Herzens. Im Artikel heißt es:

US-Präsident Donald Trump fühlt sich Medienberichten zufolge nicht mehr nur dem Frieden verpflichtet. Vor dem Hintergrund des Konflikts um die Arktisinsel Grönland schrieb er demnach an Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre: "Angesichts der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken."(Quelle)

Hier hat sich ein führender Politiker den Friedensnobelpreis gewünscht und gerechtfertigter Weise nicht bekommen. Er krönt sich mit Lorbeeren, die er nie verdient hat und erklärt, sich fortan nicht mehr nur dem Frieden verpflichtet zu fühlen (... und handelt dementsprechend). Es fehlen die Worte zu solch einer narzisstischen, Friedens-gefährdenden Einstellung.

Aber es gibt Einen, der selbstlos, mit Aufrichtigkeit und Autorität zum Thema Frieden sprechen kann und auch dementsprechend handelt: Jesus! Über Ihn heißt es:

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, FRIEDEFÜRST.“ (Jesaja 9:5)

Denn Er ist unser FRIEDE, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat. (Epheser 2:14)

Durch sein Blut am Kreuz schloss er FRIEDEN mit allem, was im Himmel und auf der Erde ist. (Kolosser 1:20)

Jesus, Fürst des Friedens. Er kam nicht, um zu nehmen, sondern um zu geben. Er kam nicht, um den Preis für Frieden zu bekommen, sondern den Preis für Frieden zu bezahlen – und Er zahlte mit seinem Blut. Sein Handeln des Friedens hat keine Mauern aufgebaut, sondern abgebrochen. Ja, Frieden ist in dem zu finden, der ihn uns gebracht hat und der klar und deutlich darüber gelehrt hat:

FRIEDEN hinterlasse ich euch; meinen FRIEDEN gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! (Johannes 14:27)

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir FRIEDEN habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! (Johannes 16:33)

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: FRIEDE sei mit euch! (Johannes 20:21)

Es ist Jesus, der uns persönlich und uns als Menschheit Frieden geben kann. Der Friede, den Er gibt, muss im Herzen beginnen. Ohne das geht es nicht. Es ist ein Friede anderer Art; nicht gegründet in Macht, in uns selbst oder unseren Möglichkeiten, sondern in Jesus, den Fürst des Friedens. Wo Er in unseren Herzen lebt, da breitet sich Sein Friedensreich aus.

Darum lasst uns bei allem Verlangen nach Frieden nicht auf die Mächtigen dieser Welt schauen, sondern auf den Allmächtigen des Himmels und der Erde. Alles andere bewirkt nur Zorn, Aktivismus und Enttäuschung.

Ihr werdet Gottes FRIEDEN erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein FRIEDE wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren. (Philipper 4:7)

Montag, 19. Januar 2026

Aufgewärmtes - gut oder schlecht?

Letzte Woche wurde Pastor Wilhelm Busch erwähnt, wie er zustimmte, dass wir Christen einfach verrückt sind. Heute geht es wieder um Aussagen von Wilhelm Busch, aber nicht dem Pastor. Es geht um Wilhelm Busch, den humoristischen Dichter, unter anderem durch seine Bubengeschichte "Max und Moritz" bekannt. Und wer kennt sie nicht, die beiden Jungen, deren böse Streiche sie schließlich teuer zu stehen kamen. In ihrem zweiten Streich klauen sie einer Witwe ihre Brathühner aus dem Ofen, als diese sich gerade im Keller Sauerkraut holt. Nach guter Wilhelm Busch Dichtmanier heißt es:

Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller,
Dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.

Der letzte Satz hat es mir angetan. Kürzlich las ich ihn in einem völlig anderen Zusammenhang! Es ging um die Ehe. (Wer dies liest und noch Single ist, wird trotzdem was lernen. Also bitte weiterlesen! 😊)

Ist Aufwärmen nun gut oder schlecht? - Kommt ganz drauf an, was aufgewärmt wird. Ein aufgebackenes Brötchen kann man noch vertragen. Sauerkraut offensichtlich auch. Solche Lebensmittel schmecken auch aufgewärmt noch gut. Aber es gibt auch Nahrungsmittel, die man NICHT aufwärmen sollte, z.B. Spinat oder Eierspeisen. Und dann es gibt Nichtnahrungsmittel, die man nicht aufwärmen sollte. Darunter fallen Verfehlungen und Streitigkeiten von gestern. Jetzt kriegen einige sicher Herzklopfen, denn was bei Witwe Bolte aufs Sauerkraut zutraf, trifft bei vielen Menschen auf Streitigkeiten zu:

Wofür man besonders schwärmt, wenn sie wieder aufgewärmt.

Wie oft halten wir fest an Verfehlungen anderer uns gegenüber (nicht beachtend, dass auch wir gefehlt haben). Wie oft wärmen wir Streit, Argumente und den Müll von gestern wieder auf, weil wir es versäumt haben, sie früh genug zu entsorgen. Wer aber seinen Müll nicht regelmäßig entsorgt, der hat sich irgendwann selbst zugemüllt und bei dem stinkt's ganz gehörig. Gelegentlich liest man dann in der Zeitung, dass solche zugemüllten Leute von Rettungskräften befreit werden müssen. - Das auf geistliches "Zugemülltsein" anzuwenden, überlasse ich jedem selbst!  Die Lösung zum Problem dieses gefährlichen Aufwärmens ist ganz einfach. Der Herr sagt uns in Epheser 4:26:

"Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid", 
und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.

Tja, so einfach ist das. Abends den "Müll" rausbringen. Mit meinem Nächsten reden, mit meinem Ehepartner reden oder beten, ein Anruf, eine ehrliche Mail - einfach den Müll rausbringen, bevor die Sonne untergeht. Dann entstehen auch keine Müllberge, über die ich irgendwann nicht mehr hinwegblicken kann. ABER: Wenn die bereits da sind:
  • und ich immer wieder aufwärme, was längst entsorgt sein sollte
  • und es an mir klebt und ich es irgendwie nicht mehr loswerde
  • und es sich eingenistet und eingebrannt hat
selbst dann ist Gott bereit, uns zu neuer Freiheit zu verhelfen. Wir sind Gemeinde, Geschwister in Jesus, Rettungskräfte füreinander - in der Kraft und im Auftrag Gottes.

Schwärm nicht länger für Aufgewärmtes! Schmeiß den Müll raus und erlebe neue Frische!

Sonntag, 18. Januar 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


1 Korinther 11:17-34
 
17 Das aber kann ich, da ich am Anordnen bin, nicht loben, dass eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern schlechter werden.
18 Denn erstens höre ich, dass Spaltungen unter euch sind, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, und zum Teil glaube ich es;
19 denn es müssen ja auch Parteiungen[2] unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch!
20 Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt, so geschieht das doch nicht, um das Mahl des Herrn zu essen;
21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, sodass der eine hungrig, der andere betrunken ist.
22 Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch etwa loben? Dafür lobe ich [euch] nicht!
23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm,
24 und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!
25 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!
26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
27 Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.
28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken;
29 denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
30 Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.
31 Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden;
32 wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.
33 Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!
34 Wenn aber jemand hungrig ist, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Übrige will ich anordnen, sobald ich komme.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Abendmahl - Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Wer nur äußerlich an der durch Wort, 
Taufe und Abendmahl geschehenden Verkündigung 
von Jesus teilnimmt, 
hat nicht davon - 
höchstens, dass er sich nicht entschuldigen kann, 
wenn er einmal vor Christus als seinem Richter steht.
(Erich Schnepel)

Samstag, 17. Januar 2026

Erst Narr - dann verrückt!

Letzten Dienstag wurde hier die Frage gestellt: "Wessen Narr bist Du?" - Hast Du mittlerweile eine Antwort gegeben / gefunden? Paulus beantwortete die Frage für sich und sein Team in 1 Korinther 4:10:

"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet." 

Hoffentlich können wir uns einreihen in sein Team. Am wenigsten närrisch scheint es mir, ein "Narr um Jesu Willen" zu sein. Nicht nur Narr - sondern buchstäblich ver-rückt!

Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tages die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Ver-rückt aus der Finsternis ins Licht!"

Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und 'ver-rückt' bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!


Danke Jesus!

"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert. Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA) 

Freitag, 16. Januar 2026

Rückkehr zu Jesus ist möglich!

Wir alle sind Rückkehrer zu Jesus! Wir sind umgekehrt von falschen Wegen, hin zu Jesus, der unsere Schuld vergeben und unsern Namen im Buch des Lammes notiert hat. Seitdem folgen wir Ihm ... so gut es geht. Wir alle fallen, dürfen aber dank Seiner Treue umkehren und zu Ihm zurückkommen. Doch manchmal kommt es noch schlimmer. In Matthäus 18 berichtet Jesus von einem aus 100 Schafen, das nicht nur gestrauchelt ist, sondern sich ganz von der Herde verabschiedet hat. Ein Leben ohne Herde und ohne Hirten. Ein solches Schaf war Robert Robinson.

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Robert Robinson war durch die Predigt des Erweckungspredigers, George Whitfield, aus einem sündigen Leben gerettet worden. Im Alter von 23 Jahren schrieb er die Hymne: ‚Come, Thou Fount of every blessing‘, ‚Streams of mercy, never ceasing‘ (‚Komm, Quelle jeder Segnung, Ströme der Gnade, die niemals versiegen‘ / Übersetzung des ganzen Liedes am Schluss).

Leider entfernte sich Robinson später weit von diesen Strömen der Gnade und schlug, wie der verlorene Sohn, einen Weg der Weltlichkeit und der Lust ein. Eines Tages fuhr er mit der Postkutsche und saß neben einer jungen Frau, die in ihr Buch vertieft war. Beim Lesen stieß sie auf einen Vers, den sie wunderschön fand. Sie fragte Robinson, was er von der Zeile hielt: ‚Ich neige dazu, Herr, ich spüre es, ich neige dazu, den Gott zu verlassen, den ich liebe.‘  Robinson brach in Tränen aus und sagte: „Madam, ich bin der arme, unglückliche Mann, der diese Hymne vor vielen Jahren geschrieben hat, und ich würde tausend Welten dafür geben, wenn ich die Gefühle genießen könnte, die ich damals empfand.

Obwohl sie sehr überrascht war, versicherte die Mitreisende ihm, dass die in seinem Lied erwähnten ‚Ströme der Gnade‘ immer noch flossen. Robert Robinson war tief bewegt. Er wandte sein „streunendes Herz“ dem Herrn zu und wurde wieder in die volle Gemeinschaft aufgenommen.

Der gute Hirte geht den verirrten Schafen auf verschiedene Weise nach, sei es, dass sie sich verlaufen haben oder ganz bewusst einen falschen Weg eingeschlagen haben. Jesus ist kein Tagelöhner, sondern der gute Hirte. Jesus sagt (Matthäus 18:12+13; Johannes 10:11+14)

„Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt.“

Hier die Übersetzung des Liedes, das Robert Robinson schrieb, als er jung im Glauben und von Jesus begeistert war. Jahre später benutzte der gute Hirte genau dieses Lied, um den Autoren wieder zu sich zu ziehen.

1) Komm, du Quelle aller Segnungen,
stimme mein Herz an, deine Gnade zu besingen;
Ströme der Barmherzigkeit, die niemals versiegen,
rufen nach Liedern lautesten Lobes.
Lehre mich einen melodiöses Reim,
gesungen von flammenden Zungen (oben).
Lobe den Berg, auf den ich mich festgelegt habe,
den Berg der erlösenden Liebe Gottes.

2) Hier finde ich meinen größten Schatz;
durch deine Hilfe bin ich hierher gekommen;
und ich hoffe, durch dein Wohlgefallen,
sicher zu Hause anzukommen.
Jesus suchte mich, als ich ein Fremder war,
der sich von der Herde Gottes entfernt hatte;
Um mich aus der Gefahr zu retten,
kaufte Er mich mit seinem kostbaren Blut.

3) Oh Gnade! Welch großer Schuldner
Bin ich täglich gezwungen zu sein,
Möge deine Güte wie eine Fessel
mein wanderndes Herz an dich binden:
Ich neige dazu, zu wandern, Herr, ich spüre es,
ich neige dazu, den Gott zu verlassen, den ich liebe;
hier ist mein Herz, o nimm es und versiegle es;
versiegle es für deine Höfe im Himmel.