Auch die Bibel
spricht von Pilgern. Wer zu Jesus gehört, ist Pilger. Petrus spricht die
Empfänger seines Briefes als Pilger an. Er schreibt::
Geliebte, in dieser Welt seid ihr ohne Bürgerrecht
und Fremde.
(1 Petrus 2:11)
Luther übersetzt:
„Fremdlinge und Pilger“. Was bedeutet das, wenn die Bibel uns als Fremdlinge
und Pilger bezeichnet?
Unser Zuhause ist
nicht hier auf der Erde. In Philipper 3:20 heißt es:
„Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel,
von woher wir auch den Herrn Jesus Christus
erwarten als den Retter.“
Hebräer 11:13,14+16 macht ähnliche Aussagen über solche, die dem Herrn
gefolgt sind:
All diese Menschen glaubten bis zu ihrem Tod,
ohne erhalten zu haben, was Gott ihnen versprochen hatte. Doch sie sahen das,
was ihnen zugesagt war, von weitem und freuten sich darauf, denn sie hatten
erkannt und bezeugt, dass sie hier auf der Erde nur Gäste ohne Bürgerrecht und
Fremde waren. Und sie bekannten damit, dass sie auf der Suche waren nach einem
Land, das sie ihre Heimat nennen konnten (...) sie suchten nach einem besseren
Ort, einer Heimat im Himmel. Deshalb schämt Gott sich nicht, ihr Gott genannt zu
werden, denn er hat ihnen eine Stadt im Himmel gebaut.
Natürlich sollen Christen die vorbildlichsten
Staatsbürger in der gesamten Gesellschaft sein. Aber es lässt sich nicht
überlesen, dass unsere erste und wichtigste Staatsbürgerschaft nicht auf der Erde
ist sondern im Himmel! Wir sind Himmelsbürger und Jesus ist unser König, unser
oberster Regent. Christen dürfen nie vergessen, dass sie hier auf der Erde nur
auf der Durchreise sind. Das darf und soll unser Leben prägen. Unser irdisches Leben – als Durchreisestation verstanden – wird bestimmen wie wir unsere Zeit einteilen, auf
welcher Ebene wir unseren Lebensstandard einrichten, für was wir unser Geld
ausgeben oder anlegen, wie stark wir uns durch Sorgen beeinflussen lassen, wie wir unsre Kinder erziehen und welche Werte wir ihnen
vermitteln und vieles andere mehr.
Zu einem berühmten jüdischen Rabbi in Polen kam
ein Tourist, um Fragen zu stellen und ihn um Rat zu bitten. Als der Tourist in
das Zimmer des Rabbis kam, sah er, dass die Wohnung aus einem winzigen Zimmer
bestand. Darin befand sich lediglich eine Bank, ein Tisch mit Stuhl und viele
Bücher. Ganz verwundert fragte der Tourist den Rabbi: «Meister, wo haben Sie
Ihre Möbel und den Hausrat?» Vom
Rabbi kam die Gegenfrage: «Wo haben Sie Ihre?» «Meine?» fragte
der verblüffte Fremde, «ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin nur auf der
Durchreise!» «Ich auch!»
antwortete der Rabbi.
Die Lebensweise
muß sicher nicht bei jedem Christen gleich sein. Aber wie dieser Rabbi dürfen
wir Christen nie vergessen, dass wir auf dieser Erde und in diesem Körper nur
auf der Durchreise sind – und dem gemäß leben. Die Pilgerreise lohnt sich, denn
sie führt in Gottes ewige, herrliche Welt, unsere Heimat. Davon spricht Paulus in Kolosser 3:2
‘Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach
dem,
was auf Erden ist;’ (lebt für die Ewigkeit!)
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