„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Sonntag, 7. Juni 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 8:19-22
 
35 Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk.
36 Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter.
38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Unerreichte Völker sind aus gutem Grund unerreicht.
Es ist schwer, mühsam und gefährlich, sie zu erreichen.
Die einfachen Völker sind bereits vergeben."
(David Platt)

„Erwarte Großes von Gott. Wage Großes für Gott.“
(William Carey)

Samstag, 6. Juni 2026

... wie die Kinder

Der Herr hat sich nie auf eine Hierarchie im Reich Gottes konzentriert. Er hat Menschen aufgefordert, das Reich Gottes zu suchen. Er hat sie aufgefordert, Buße zu tun und hineinzukommen. Er hat das Reich Gottes als herrlich und überaus attraktiv beschrieben – so attraktiv, dass es sich lohnt, alles andere dafür dran zu geben. Aber Er hat nie eine Hierarchie für die Teilnehmer an Gottes Reich erstellt. Das war nicht wichtig, zumindest nicht für Jesus. Es war allerdings wichtig für Seine Jünger. Sie wollten „Wer“ sein, im Reich ihres Herrn.

Ich habe mich gefragt, was es wohl war, mit dem sie ihre Wunschposition im Reich Gottes begründeten. Warfen Petrus, Johannes und Jakobus ihre besondere Nähe zu Jesus in die Wagschale? Brüstete sich Andreas mit seiner Verwandtschaft zu Petrus? Prahlte irgendjemand damit, besondere Wunder getan zu haben im Namen Jesu, während man den Missionsauftrag erfüllte, den Jesus ihnen einmal gegeben hatte? Irgendwie muss die Debatte ja verlaufen sein. Aber was ihnen auch immer als ein gewichtiges Argument erschien, löste sich in Luft auf, als Jesus Seine Kriterien aufzählte:

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!  
(Matthäus 18:3)

Umkehr und kindlicher Glaube! Nicht große, offensichtliche, leuchtende, allen bekannte Kriterien sind wichtig, sondern solche, die schnell und leicht übersehen werden.

Wir wissen bereits, dass Kinder bei den Jüngern nicht gerade hoch auf der Liste bevorzugter Zuhörer standen. Selbst in vielen unserer heutigen Kulturen sind Kinder „kleine Nichtse“ und werden ignoriert oder gar verachtet. Aber etwas, das vielfach den Charakter eines Kindes ausmacht, Demut, ist unabdingbar für den Einzug ins Reich Gottes – und zwar nicht zur Bestimmung der Hierarchie, sondern um überhaupt erst mal hineinzukommen. Wie furchtbar verkehrt die Blickrichtung der Jünger!

Worauf schauen wir, wenn wir uns einordnen in der (in Realität nicht vorhandenen) Hierarchie im Reich Gottes? Wir tun gut daran, in dieses Wochenende und in den bereits angebrochenen Monat zu gehen, ohne unseren Blick auf uns zu richten. Worauf sollten wir da blicken? Nach welcher Position wollen wir streben?

Stattdessen wollen wir uns Jesus zum Vorbild nehmen, auf Ihn unsere Augen richten und in Seine Fußstapfen treten. Hier ist die Richtung, die Er angibt:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
(Matthäus 11:29)

Freitag, 5. Juni 2026

... von meinem Notizzettel (2)

Gestern hatten uns Predigtnotizen auf einem alten Notizblock ermutigt, unsere Anliegen zu Gott zu bringen, aber den Hauptfokus im Gebet auf Jesus selbst zu legen. Wenn wir uns nur um unsere Anliegen drehen, die Nöte, die Krankheiten, die Sorgen, dann wird unser Herz eher schwer als erleichtert. Wenn wir aber nach dem trachten, was droben ist – oder besser auf den schauen, der droben sitzt und regiert – dann kommen wir mit Freimütigkeit zum Thron der Gnade und schütten unsere Anliegen und Herzen vor Ihm aus. Heute die Fortsetzung und der Schluss dieser Notizen.

Auch Hiob betete. Er war ein reicher, frommer und untadeliger Mann. Und er betete! Er war in abgrundtiefe Not gestürzt, hatte alles verloren: Seinen Besitz, seine 10 Kinder, seine Gesundheit, den Beistand seiner Frau und die Loyalität seiner Freunde. Ihm blieb nichts mehr – außer: zu beten. Er wurde zu einem derer, die unter Tränen beteten (siehe Blogeintrag gestern).

Und Hiob betete. Die Frage, die sich stellen mag, lautet: Warum wartete Gott so lange, bis er das Gebet Hiobs erhörte? Gott erhörte Hiob zwar, aber erst nach einer Zeit, die Hiob endlos erscheinen musste. Das Buch Hiob gibt tatsächlich Hinweise, dass sein Leiden sich möglicherweise über Monate hinzog. Aber warum erhörte Gott nicht schneller?

Das ganze Leiden Hiobs hatte ja – nach Hiob 1+2 – seine Wurzeln in der unsichtbaren Welt. Satan glaubte nicht, dass Hiob trotz Leid an Gott festhalten würde. Durch das zunehmende Leid des gläubigen Hiob demütigte Gott Satan, der am Ende des Buches als klarer Verlierer vom Platz geht. Satan verliert, Hiob wird rehabilitiert und Gott wird verherrlicht!

Tatsache ist, dass wir nicht immer wissen, was genau in der unsichtbaren Welt vor sich geht. Wir wissen auch nicht immer, ob unsere Gebete dem Willen Gottes entsprechen. Und wir wissen auch nicht immer, ob die Erhörung unserer Gebete nicht gerade noch ein Gebet entfernt ist.

Wenn wir das Buch Hiob lesen, stellen wir fest, dass Hiob während seines ganzen Leides mit Gott im Gespräch blieb. Er hatte keine Antworten, er hörte nichts von Gott, er musste sich die Fehleinschätzungen seiner Freunde anhören, ihm tat alles weh, und er litt unvorstellbar. Aber er blieb nicht ruhig. Und als es in der unsichtbaren Welt offensichtlich war, dass Satan verloren hatte und Hiob an seinem Glauben festhielt, da redete Gott, beantwortete Fragen und begegnete Hiob in seinem Leid. Tatsächlich war das Hören der Stimme Gottes Hiob genug. Er war noch nicht völlig rehabilitiert, seine Krankheit noch nicht geheilt, seine Freunde noch nicht korrigiert, sein Besitz noch nicht wiederhergestellt. Aber all das – alle Anliegen Hiobs – wurden zur Nebensache, nachdem er Gottes Stimme gehört hatte, nachdem er Gott begegnet war und sagen konnte (Hiob 42:5):

Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Das korrespondiert mit den Gedanken von gestern, die uns aufgefordert haben, den Fokus primär nicht auf die Anliegen zu legen, sondern auf den, vor dem wir die Anliegen ausbreiten.

Tatsächlich wurde auch Hiobs Freude vollkommen, denn der Herr ersetzte alles, was er durch sein Leiden verloren hatte. Und in alledem wurde Gott im Himmel verherrlicht. Er wird bis heute verherrlicht durch das Buch Hiob, das die Erfahrung dieses gläubigen Menschen festgehalten hat.

Manchmal verzögert Gott die Erhörung unserer Gebete aus gutem Grund. Aber Er verspätet sich nie, oder, wie es auch heißt: „Gott kommt spätestens pünktlich!“

Donnerstag, 4. Juni 2026

... von meinem Notizzettel

Da lag er, der kleine Notizblock, zerknittert und verbeult. Wie lange er schon da lag – ich weiß es nicht. Woher die Notizen kommen, die darauf gekrickelt sind, weiß ich auch nicht. Es muss eine Ewigkeit zurückliegen. Aber was ich da notiert habe – leider, ohne den Redner zu erwähnen – ist es wert, hier festgehalten und kurz kommentiert zu werden. Also: Es folgen einige unzusammenhängende, aber hilfreiche Gedanken zum Thema „Gebet“ mit ein paar weiteren, persönlichen Kurzkommentaren.

Johannes 16:24:
Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird!

Jesaja 56:7:
... die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.

Beide Verse sprechen von der Freude des Gebets. Auch wenn das Gebet manchmal unter Tränen geschieht, (z.B. 1 Samuel 1, 2 Könige 20, Psalm 6) so ist doch das Empfangen des Erbetenen eine große Freude. Und viele können bezeugen, wie das Eins-werden im Gebet, das „Gebetstreffen im Haus Gottes“ Mut und Freude bereitet.  Und wenn nicht? Was, wenn Gebet langweilt?

Viele (die meisten?) Christen scheint Gebet zu langweilen. Wenn man die Zeit anschaut, die wir mit unserem himmlischen Vater im Gebet verbringen, lässt das oft den Schluss zu, dass Gebet entweder keine Freude macht oder als überflüssig angesehen wird. Wie kommt’s?

Vielleicht liegt es daran, dass unser ganzer Fokus den Anliegen gilt, für die wir beten. Unsere Gebete sind fokussiert auf die Not der Welt, das Leid der Welt, unsere Sorgen oder auch die Sorgen derer, für die wir beten. Verschiedene Verse helfen uns zu einer anderen Sicht:

Hebräer 4:16:
So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

Kolosser 3:1+2:
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Gebet bedeutet, hinzuzutreten ins Allerheiligste – zum Thron der Gnade! Dort finden wir Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe, direkt vom allmächtigen Gott, dem wir dort begegnen. Wenn wir beten, suchen wir das, was droben ist. Nämlich? Die Gegenwart Gottes! Christus sitzt zur Rechten des Vaters. Er sitzt „droben“, Ihn suchen wir; Seine Gegenwart, Seine Hilfe, Seinen Frieden. Wenn wir beten, suchen wir Jesus! Die Anliegen, die wir dann vor Ihm ausbreiten, bringen wir Ihm im Glauben, weil wir Ihm begegnet sind.

Auch Jesus belehrt uns in diese Richtung, wenn er über Gebet, Fruchtbringen und die Verherrlichung des himmlischen Vaters lehrt:

Johannes 15:7+8:
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Gebet – zentriert um das Wort Gottes. Gebet wird erhört und der himmlische Vater wird verherrlicht!

Mittwoch, 3. Juni 2026

Leere Hände

Über leere Hände gäbe es viel zu sagen. In einem alten Lied von C.A. Daniel (1861-1939) fragt der Liederdichter: „Muss ich gehn mit leeren Händen, so vor meinem Herrn zu stehn?“ Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst viel präsentieren zu können, sondern darum, seinem Retter durch sein Leben möglichst viel Ehre zu bereiten. Sein Wunsch ist es, einmal mit geistlicher Frucht vor Jesus stehen zu können, vorzugsweise mit Seelen von Menschen, die durch ihn zu Jesus gefunden haben. Kein schlechter Wunsch! Kein schlechtes Gebet!

Auch während unseres Lebens auf der Erde sollen wir unsere Hände füllen. Zu den Festen, die Gott für Sein Volk Israel eingesetzt hatte, geht es in 5 Mose 16:16 darum, den Herrn durch unsere Gaben zu ehren. Es heißt dort:

„Man soll aber nicht mit leeren Händen vor den Herrn erscheinen.“

Gott ist es nicht nur wert, für Ihn zu leben. Er ist es auch wert, dass wir Sein Volk und Sein Werk in der Welt großzügig unterstützen. Immerhin erinnert uns Paulus in 1 Korinther 4:7:

„Was hast du, das du nicht empfangen hast?“

Aber auch leere Hände können durchaus etwas Gutes sein! Jedes Gebet ist ein Bekenntnis: „Herr, ich komme zu Dir als Bedürftiger. Ich komme zu Dir mit leeren Händen und bitte Dich, dass Du sie füllst.“  Was sollte sonst der Grund sein, zu beten? Jesus möchte leere Hände füllen, leeren Herzen Seinen Segen schenken, leeren Köpfen Seine Weisheit. All das ist uns verheißen, so, zum Beispiel, in Matthäus 7:7:

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

All das wünsche ich uns für den heutigen Tag und den Rest dieser Woche:

-        dass wir uns mit unseren leeren Händen aufmachen, um von Jesus zu empfangen!

-        dass wir dem Herrn und Seiner Sache großzügig geben aus unseren Händen, die Er uns gefüllt hat.

-        dass der Herr uns so leben lässt, dass wir einmal mit vollen Händen vor Ihm stehen werden; nicht mit stolzen Herzen, sondern in Demut und Freude, für Jesus gelebt zu haben.

Dienstag, 2. Juni 2026

Warum mischt sich Gott eigentlich in unser bequemes Leben ein?

Dieser Tage schaute ich mal wieder in meiner Sammelmappe nach. Das ist eine dezentrale Sammelstelle für inspirative Gedanken. Solche Gedanken kommen u.a. aus Büchern, Zeitungen, dem Internet, Predigten, meiner Stillen Zeit oder Begegnungen mit anderen Menschen. Der Artikel, der mir diesmal in die Augen fiel, war von W. Stiles überschrieben mit: „Warum marschiert Gott in unser bequemes Leben ein?“  Ja, warum eigentlich? Warum mischt sich Gott in unser bequemes Leben ein?

Stiles beschreibt, wie alles im Leben gut läuft – bis plötzlich Gott auftaucht. Vielen Menschen ist es so ergangen, auch dem Volk Israel. Es ging ihnen gut, sie waren komfortabel situiert – aber ungeistlich! Der alttestamentliche Prophet Amos weist in 9 Kapiteln unermüdlich auf diese Tatsache hin: „Eure Bequemlichkeit bringt Euch ins Verderben!

Stiles fordert seine Leser auf: mal für einen Moment in sich zu gehen und brutal ehrlich zu sein und über die Gefahr der Bequemlichkeit in unserem Leben nachzudenken. Dann fragt er:
Wo ist Hingabe an Gott zweitrangig geworden und Hingabe an Seine Segnungen vorrangig? Vielleicht hast Du einem Dienst oder einem Projekt mehr hingegeben als Deiner persönlichen Zeit mit dem Herrn. Vielleicht ist es Dir zur Priorität geworden, das Haus ordentlich und sauber zu halten, aber seine Bewohner zu vernachlässigen.

Segnungen, die Israel empfing, lockten es immer weg von Gott, von dem die Segnungen kamen. Geht es uns anders? Hat der Vater nicht das Recht, zu geben und zu nehmen?

Der englische Prediger Spurgeon sagte zu diesem Thema: „Wenn Du irgendetwas besitzt, was Dir sehr lieb und wertvoll ist, halte es ganz lose, denn Du kannst es leicht verlieren.“

Stiles schließt mit den Worten: “… Dem Herrn liegt es an einer Beziehung mit Ihm, egal, was es koste. Wenn Bequemlichkeiten (irgendeiner Art) unsere Sensibilität Gott gegenüber abstumpft, dann hat Gott kaum eine andre Wahl, als das Hindernis aus dem Weg zu räumen.“
Und dann fragt er. „Warum ist es so ein harter Kampf für uns, die Segnungen (Gottes) aufzugeben, die wir so einfach empfangen können?“

Ja, warum eigentlich? Eigentlich will Gott uns alles schenken, was wir brauchen. Eigentlich hat Er uns genug Nahrung versprochen. Nicht immer ein Büffet, aber immer genug – und manchmal mehr als genug. Eigentlich hat Er uns genug Kleidung versprochen. Nicht immer die teuerste Markenware, aber immer genug – und manchmal mehr als genug.

Dennoch ist es für uns oft ein harter Kampf, für den Herrn das aufzugeben, was Er uns als Segnungen – oft Segnungen im Überfluss – zukommen lässt. Ja, warum eigentlich?

Die folgenden Bibelverse sollen uns Mut machen, nicht an den Segnungen Gottes festzuhalten, als gehörten sie uns, als seien sie das Wichtigste und unersetzbar. Sie sollen uns Mut machen, allen Segen aus Gottes Händen zu nehmen – als Verwalter, nicht Besitzer.  

„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: 
Was werden wir essen? oder:
Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, 
aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes 
und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 
(Matthäus 6:31-33)

Montag, 1. Juni 2026

Selbstverstümmelung

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.

Diese Worte Jesu aus Matthäus 18:8-9 belegen, dass der göttliche Blickpunkt oft ganz anderswo liegt, als der unsrige. Welch einen ungeheuren Wert legen wir auf Gesundheit und physische Unversehrtheit! Nicht so Jesus! Er betont geistliche Unversehrtheit und innere Reinheit.

Lieber verkümmert als verloren! Besser blind als brennend. Es gibt Menschen, die diese Worte Jesu völlig missverstehen und überlegen, ob sie sich nicht besser Hand, Fuß oder Auge amputieren sollten, als sich der Versuchung zur Sünde auszusetzen und immer wieder zu fallen.

Allerdings ermuntern diese Aussagen nicht zur Selbstverstümmelung. Wer sich die rechte Hand abschlägt, weil sie ständig schlägt oder stiehlt, kann die gleiche Fähigkeit mit der linken Hand erlernen. Wer sein rechtes Auge nicht kontrollieren kann, hat auch das linke nicht im Griff. Nein, es geht Jesus nicht darum, unseren Körper zu verkrüppeln.

Es geht Jesus darum, dass wir den richtigen Blickpunkt haben. Jesus möchte uns klarmachen, wie krass und gefährlich die Sünde ist und wie radikal wir uns von ihr trennen müssen. Billy Graham sagte einmal: „Du kannst den ersten Blick vielleicht nicht verhindern, aber den zweiten kannst du verweigern. Wenn ein unreines Bild vor Dich kommt, sei es durch ein Buch, eine Zeitschrift, das Fernsehen oder das tägliche Leben, überlass es nie deinen Augen. Schau stattdessen mit den Augen Deiner Seele auf Jesus, der im Himmel für Dich betet. Er wird Dich rein halten“

Billy Graham nimmt Bezug auf Versuchung zur Sünde über den Weg der Augen. Ob es nun die Augen sind, die Hände, die Füße (die schnell sind, zur Sünde hin zu laufen) den Mund, die Ohren oder sonst etwas – mit den Jesusworten im Matthäusevangelium möchte Jesus uns zur Heiligkeit verpflichten. Er sagt: “Unternimm alle drastischen Maßnahmen, die nötig sind, um Dein Leben rein zu halten.”

Achte keine noch so kleine Sünde als Kavaliersdelikt. Kleine Sünden sind wie kleine Splitter, erst merkt man sie kaum, dann entzünden sie sich und können schließlich großen Schaden anrichten. Nicht der Arm muss ab, nicht der Mund muss zugenäht werden – der Splitter muss raus. Auf dem Gebiet gibt es einen Fachmann: Jesus. Er entfernt jeden noch so kleinen Splitter mit größter Sorgfalt – und er entfernt auch ganze Balken, die uns so gerne ins Stolpern bringen.

Behalte also deine Hand, deinen Fuß und Dein Auge! Aber gib die Sünde an Jesus ab!

Sonntag, 31. Mai 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 8:19-22
 
19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!
20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.
21 Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!
22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren;
deshalb geh weiter!
(Corrie ten Boom)

Das Kennzeichen eines wahren Nachfolgers Christi
ist die Bereitwilligkeit, sein Leben aufzuopfern.
(John MacArthur)