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Montag, 18. Mai 2015

Der schlafende Richter

Thomas Fuller berichtet über einen Richter namens Sir John Doddrigde, der Ende des 16. Jahrhunderts im alten England Recht sprach. Richter Doddridge gab man den Spitznamen: „der schlafende Richter“ gab. Wie kam es dazu?

Wenn der Richter sich einen Fall anhörte, schloss er die Augen, sank tief in seinen Richterstuhl und legte das Kinn auf die Brust und bewegte sich nicht mehr. Während er sich den Fall anhörte, der präsentiert wurde, sah es ganz danach aus, als würde er schlafen.

Da waren manche zu Unrecht Angeklagte, die damit rechneten, dass ihnen die gerechte Justiz Recht zusprechen würde. Wenn sie aber den „schlafenden Richter“ sahen, sank ihnen das Herz in die Hose. Andererseits gab es auch solche, die sich tatsächlich schuldig gemacht hatten und drauf hofften, straffrei auszugehen. Wenn sie den schlafenden Richtersahen, rechneten sie sich gute Chancen aus für einen Freispruch.

Allerdings schlief Richter Doddridge nicht. Er hörte sich jeden Fall ganz genau an, wie er ihm präsentiert wurde, analysierte die Fakten gemäß dem Gesetz und wägte das Recht ab. Seine Urteile waren immer fundiert, denn der „schlafende Richter“ schlief eben nicht.

Zur alttestamentlichen Zeit hatten die Juden in Israel den Eindruck, der gerechte Richter im Himmel würde schlafen. Der Psalmist in Psalm 10:11 beschreibt die Einstellung der Gottlosen mit den Worten: „Gott hat es vergessen, er sieht nicht hin und wird es nicht merken!“ Man nahm Gottes Gericht nicht ernst. „Er verschläft unsere Sünden!“ sagte man sich.

In der Zeit des Neuen Testaments schreibt Petrus n 2 Petrus 3:9+10, dass es solche gab, die dachten, Gott würde es nicht so genau halten:
„Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht.“  Man nahm Gottes Gericht nicht ernst! „Er schläft!“ sagte man sich.

Heute haben sich die Menschen nicht geändert. Petrus schreit: (2 Petrus 3:3+4):
„Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Man nahm Gottes Gericht nicht ernst! „Der Richter schläft!“ ist die gängige Meinung.

Aber damals im alten Israel galt, was heute gilt. In Jeremia 25 lamentiert der Prophet, dass er schon 23 Jahre predigt und warnt, aber das Volk Gottes reagierte nicht. Heute wissen unzählige Christen, wie sie Gott gefallen und ein heiliges Leben führen können – aber sie reagieren nicht. Ob es ums Dienen geht, ums Studieren des Wortes Gottes, ums Beten, ums Geben, ums Bekennen oder um das Leben für Jesus im Alltag. Ohne es so zu formulieren glauben zu viele Christen, Gott sei ein schlafender Richter, dem es irgendwie sicher entgeht, wenn die Nachfolge des Volkes Gottes sich nicht am Wort Gottes orientiert. Sie rechnen nicht damit, dass Gott auf ihr Leben und die Art ihrer Nachfolge reagieren wird. Sie irren. Petrus schreibt in 2 Petrus 3:9+10a:

Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb;

Gottes Geduld, Seine Langmut verziehen sein gerichtliches oder erzieherisches Handeln mit uns. In Seiner Liebe hält er zurück, und wir wollen uns ermutigen und anspornen lassen. Für Ihn zu leben macht alles Gericht überflüssig und bringt Segen – mehr Segen, als wir aufnehmen können.

Kein „schlafender Richter“, ein geduldiger, liebender Gott, langmütig, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb.

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