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Dienstag, 9. Mai 2017

Esra 2 – Entsetzen & Bekennen

Gestern haben wir von Esras Entsetzen gelesen über Sünde im Volk Gottes, an der er keinen Anteil hatte. Wir hatten es verglichen mit einem Sohn, der seinem Vater vor den Augen der Nachbarn eine schallende Ohrfeige gibt – und die Geschwister sehen es. Wie könnten sie nicht entsetzt sein über die Respektlosigkeit ihres Bruders.

Um welche Sünde ging es im Fall Esras? Gläubige Menschen hatten solche geheiratet, die den Weg Gottes so nicht mitgehen wollten. Das aber geht gar nicht. Auch im Neuen Testament haben wir Verse, die darüber reden, dass Menschen, die Jesus nachfolgen, solche heiraten sollen, die auch Jesus nachfolgen – und daß Christen nicht solche heiraten sollen, die Jesus nicht nachfolgen. In 2 Korinther 6:14+15 heißt es: 

Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen!
Denn was haben Gerechtigkeit
und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen?
Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
Wie stimmt Christus mit Belial überein?
Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen?“ 

So aber handelten einige im Volk Israel damals und viele im Volk Gottes heute. Das kommt einer schallenden Ohrfeige für Gott in aller Öffentlichkeit gleich. Wer sieht, dass sein Bruder seinem Vater vor aller Welt eine schallende Ohrfeige gibt, wird zu seinem Vater gehen und ihm sagen, dass ihm das Verhalten des Bruders leid tut. Ein liebender Vater wäre mehr traurig als gedemütigt durch das Missverhalten. Man würde dem Vater versichern: „Papa, egal, was unser Bruder gesagt hat: Wir haben Dich lieb! Sei nicht böse auf unseren Bruder; bitte vergib ihm. Und wenn er dir Schaden zugefügt hat, dann stellen wir uns mit darunter. Wir wollen, dass alles wieder gut wird.“ So handelt Esra.

Er geht zum Vater, gegen den seine Brüder durch Mischehen gesündigt hatten. Er stellt sich unter ihre Sünde. Er selbst bekennt die Sünde, als sei es seine eigene. Es war Sünde, die aus der Geschwisterschaft kam – aus dem Bund der Brüder und Schwestern. Esra leidet, fastet und betet!

Die Tatsache, dass Jesus den Seinen ihre Sünden vergeben hat – sowohl die vergangenen, als auch die momentanen, wie auch die zukünftigen – diese Tatsache macht es nicht überflüssig, Sünden zu bereuen und zu bekennen. Jesus selbst lehrt uns in Matthäus 6:12, so zu beten:

Und vergib uns unsere Schulden, 
wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.“

Der Apostel Johannes schreibt in 1 Johannes 1:9 das Gleiche:

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, 
so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt 
und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Das Bekennen von Schuld hält uns sensibel und unsere Herzen empfindlich gegenüber der Sünde. Das Bekennen von Schuld überführt uns auch von unserer Hartherzigkeit und warnt uns gleichzeitig. Denn wenn wir unsere Sünden bekennen, ohne, dass sie uns leid tun, dann sind wir auf einem gefährlichen Weg. 

Esra betet und bekennt, aber er erkennt auch den Augenblick der Gnade Gottes. Auch das fasziniert an der Person Esra. Er ist ein Schriftgelehrter und Priester. Er kam nach Jerusalem, um das Gesetz Gottes zu lehren. Aber Esra war kein Pharisäer. Esra war kein Mensch, der sich verurteilend über andere stellte. Er erschlug niemanden mit dem Wort Gottes oder Seinen Geboten. Esra erkannte und lebte die Gnade Gottes! Wenn diese beiden Faktoren – Buße und Gnade – zusammen kommen, dann kann es nur noch besser werden. (Mehr übermorgen)

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