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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Halbe/Halbe

Als Kinder hatten wir ein Bilderbuch mit dem Titel: „Die verrückte Arche Noah“. Auf jeder Seite war ein Tier abgebildet, aber jede Seite war in der Mitte horizontal durchgeschnitten.  Daher konnte man den Oberleib von dem Tier oder seinen Unterleib getrennt umblättern. Natürlich entstanden dadurch neue Tierkreationen. Wenn man bei einem Elefant den Oberteil umblätterte und zur Seite einer Giraffe kam, sah man oben Hals und Teil des Körpers einer Giraffe, während die untere Hälfte vom Elefanten blieb. Das schuf eine Tierkombination aus Giraffenoberteil und Elefantenunterteil. Das neue Tier war dann ein Gira-fant. Zwei halbe Tiere ergaben ein neues. Das fanden wir als Kinder immer lustig.

Andere halbe Sachen sind dagegen gar nicht lustig. Ihr kennt sicherlich die Frage: „Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel ... mit einem Wurm drin?“ Wer die Frage kennt, kennt auch die Antwort: „Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm drin.“ Auch das ist lustig. Halbe Sachen sind manchmal lustig, aber sie machen selten Sinn.

Hätte es Sinn gemacht, wenn Gott nach dem 3. Schöpfungstag aufgehört hätte? Licht, Atmosphere, Land, Meere und Pflanzen würde es gegeben haben – aber nicht zu lange, denn Himmelskörper, Tiere und Menschen würde es nicht geben. Halbe Sachen – nicht lustig!

Hätte es Sinn gemacht, wäre Jesus gekommen, hätte Menschengestalt angenommen, wäre über 33 Jahre alt geworden und hätte auf die Forderung der Spötter reagiert: „Komm herab vom Kreuz, dann wollen wir an dich glauben“? – Nein, es hätte keinen Sinn gemacht. Dankbarererweise machte Jesus keine halben Sachen. Er machte ganze Sache. Halbe Sachen machen selten Sinn.

Halbe Sachen machen auch in der Nachfolge Jesu keinen Sinn. Zu viele rennen dem Leben nach. Dem Geld, dem Erfolg, der Erholung, dem Luxus, dem Hobby. Zu viele leben, als gäbe es nur dieses Leben. Zu viele leben, als lebten sie für dieses Leben. Halbe Nachfolge – nichts Halbes und nichts Ganzes. Und weil das nicht befriedigt, erweitern sie die eine Hälfte – in der Regel die falsche. Ihre Unzufriedenheit treibt sie mehr ins Hobby, mehr in die Ablenkung und Zerstreuung, mehr in die „Freuden des Lebens“ – wie es die Bibel so altmodisch - aber korrekt - bezeichnet. Und das Ergebnis ist bleibende Unzufriedenheit.

Wenn wir entdecken, dass wir im Glauben halbe Sachen machen, dann nützt es nichts, den Glauben weiter zu begrenzen und die Dinge der Welt stärker zu verfolgen. Umgekehrt: die Hälfte unseres Lebens, die bisher nicht unter der Herrschaft Jesu stand, die muss ganz an Ihn. Folge: Wer ganze Sache macht mit Jesus steht plötzlich unter einer Segensdusche, denn Jesus verspricht:

Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.
(2. Chronik 16:9)

Falls Du drin stehst im Kreis derer, deren Herz nicht ungeteilt auf Jesus gerichtet ist, tritt heraus. Das kostet Mut, das kostet Umstellung und das kostet Glauben, ohne den es unmöglich ist, Gott zu gefallen. Aber es heilt ein zerteiltes Herz und dreht die Segensdusche Gottes auf, ohne die ein Christenherz nie glücklich wird.

Sei ganz sein oder lass es ganz sein!
(Pastor Wilhelm Busch)

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