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Mittwoch, 28. Oktober 2015

Das Pferd und der Esel

Der griechische Dichter Aesop lebte etwa 600 Jahre vor Christus. Viele Fabeln kommen aus seiner Feder, auch die vom Pferd und vom Esel.

Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel, beide gleichmäßig beladen, zu Markte. Als sie schon eine gute Strecke vorwärts gegangen waren, fühlte der Esel seine Kräfte abnehmen. "Ach", bat er das Pferd kläglich: "Du bist viel größer und stärker als ich, und doch hast du nicht schwerer zu tragen, nimm mir einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich." 

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte ab: "Ich habe selbst meinen Teil, und daran genug zu tragen." 

Keuchend schleppte sich der Esel weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte. 

Vergeblich hieb der Herr auf ihn ein, er war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken, und um doch etwas von dem Esel zu retten, zog ihm der Besitzer das Fell ab und legte auch dieses noch dem Pferde oben auf. 

Zu spät bereute dieses seine Hartherzigkeit. "Mit leichter Mühe", so klagte es, "hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihn vom Tode retten können. jetzt muss ich seine ganze Last und dazu noch seine Haut tragen."

Das Pferd bemitleidet hauptsächlich sich selbst. Hätte es früher geholfen, bräuchte es jetzt nicht zu leiden.

In der Welt der Menschen geschieht Tag für Tag ähnliches. Kein Mensch hat ein sorgenfreies Leben. Alle haben Lasten zu tragen. Klar, die einen mehr, die anderen weniger. Und manchmal treffen sich zwei, die beide eine ordentliche Last zu tragen haben. Da fällt das Helfen schon schwerer. Dennoch fordert uns Gottes Wort auf, zu helfen. Und das sollte für uns Christen auch immer möglich sein. Wenn der Herr uns in Galater 6:2 aufträgt:

„Einer trage des anderen Lasten,
und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!“

dann hat Er das ohne Einschränkungen gesagt. Wir alle dürfen Lastenträger sein. Und wir brauchen keine Pferdesorgen (s.o.) zu haben, denn Lasten, die wir im Sinne von Galater 6:2 tragen, werden uns nicht zerbrechen. Lasten anderer, unter die wir uns stellen, tragen wir ja nicht selbst oder ewig. Wir helfen unserem Nächsten lediglich, seine Last zum Kreuz zu tragen und bei Jesus abzulegen.

Das ist auch das V orbild, das Jesus uns gegeben hat! Unsere Gesinnung soll nach Philipper 2:5 die Gesinnung Jesu sein. Menschen kamen zu Jesus … mit ihren Nöten … Streitigkeiten … Krankheiten … Fragen … Beschwerden … Bedürfnissen … Sorgen – mit allem, was sie als Last auf dem Herzen trugen. Und was immer sie zu Jesus brachten, darum kümmerte Er sich. Jesus nahm den Menschen ihre Lasten ab. Das können wir nur zu einem Teil tun, indem wir uns einen Moment mit ihnen unter ihre Lasten stellen und diese, gemeinsam mit ihnen, zu Jesus bringen. Das zu tun segnet beide: den Helfer und den, dem geholfen wird!

Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut,
für den ist es Sünde.“ (Jakobus 4:17)

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