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Freitag, 13. März 2015

Nachruf: Erna Lüken (28. Mai 1919 – 2. März 2015)


„Kostbar ist in den Augen des Herrn
der Tod seiner Frommen.“ (Psalm 115:16)

Nachrufe hat es an dieser Stelle vereinzelt gegeben. Dabei ging es in der Vergangenheit u.a. um Menschen wie Joe Cocker, David Mann, Thomas Cosmades oder zuletzt Andrew Crouch. Unscheinbar, und doch außergewöhnlich – so könnte man das Leben meiner Schwiegermutter, Erna Lüken, beschreiben, die am 2. März 2015 im stolzen Alter von fast 96 Jahren in die Herrlichkeit Gottes heimgehen durfte.

Sie wurde als Älteste von 4 Kindern in Edewecht, Norddeutschland geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der sich die methodistische Erweckung in ihrem Heimatgebiet ausbreitete. Mit 12 Jahren blieb sie nach einer evangelistischen Veranstaltung zurück, um den Glauben an Jesus zu ihrer persönlichen Heilserfahrung zu machen. Seit jenem Tag wusste sie sich in Jesus geborgen. Schwiegermutter war eine äußerst begabte und intelligente Frau – gleichzeitig aber still und eher menschenscheu. Das hinderte sie nicht, gemeinsam mit ihren Schwestern mit handgeschriebenen Einladungszetteln in ihrer Nachbarschaft von Haus zu Haus zu ziehen und zu den Erweckungsveranstaltungen einzuladen. Weder die angsteinflösenden Hofhunde, noch der Spott der Eingeladenen hielten sie von ihren Einsätzen ab. Musikalisch sang und spielte sie für Jesus innerhalb ihrer methodistischen Gemeinde und wurde aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit.

Nach der Heirat zog sie mit ihrem Mann ins nahe gelegene Oldenburg und schloss sich dort der Methodistenkirche an. Aus der Ehe gingen 3 Kinder hervor.
Ihr Leben lang kämpfte sie als Schmerzpatient mit Krankheiten. Die Dauerschmerzen machten sie nicht zu einem mürrischen, aber zu einem ernsten Menschen, der Lasten zu tragen hatte.

Im Alter wurde sie noch einmal auf eine harte Probe gestellt, als ihr Mann schwer erkrankte. Mit bereits über 70 Jahren, pflegte sie ihren Mann fast 10 Jahre lang zu Hause bis zu seinem Tod. „Wir haben uns versprochen: ‚... bis der Tod uns scheidet,' und so soll es sein“ war ihre Einstellung. Sein Sterben, die dadurch übernommene Verantwortung für Haus und Garten und die zunehmende Schar an Enkeln und Urenkeln brachten eine neue, zusätzliche Nähe zu Jesus. Während viele alte Menschen im Alter verbittern, lernte sie eine neue Dimension der Dankbarkeit, die sich auch in Lebenswillen und Lebensfreude äußerte. Ihre Bibel las sie täglich und täglich sprach sie mit ihrem Herrn über ihre Kinder, Enkel, Urenkel und ihre Nachbarn. Bis kurz vor ihrem Heimgang war es ihr ein Anliegen, Wegweiser zu Jesus zu sein, ob das durch Karten in der Nachbarschaft oder Gespräche mit ihren Zimmernachbarinnen im Krankenhaus war. Ihrem Wunsch, das Evangelium von Jesus zu verkündigen und zum Glauben an Ihn einzuladen, wird heute bei Ihrer Beerdigung entsprochen werden.

Vor wenigen Jahren hatte sie einen Traum – oder eine Erfahrung, die vielleicht über einen Traum hinausging. Sie träumte, dass sie im Himmel war, hörte herrlichste Musik, empfand nur Schönheit, wollte gar nicht mehr zurück – und durfte doch nicht bleiben. „Es war nicht wie ein Traum,“ sagte sie später. „Es war wie real. Vielleicht war ich ja schon tot und musste zurück.“

Am Tag vor ihrem Heimgang sagte sie zu ihrer Enkelin, die sie besuchte: „Ich höre die Engel singen.“ Sie wusste, dass ihre Zeit gekommen war und ihr himmlischer Vater sie rief.

„Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Frommen“ so lautet das Psalmzitat im Anfang dieses Eintrags. Ein seltsamer Vers. Warum ist es köstlich für Gott, wenn Seine Kinder sterben? Der himmlische Vater, der Seine Kinder innigst liebt, der ihnen Wohnungen bereitet hat in Seinem himmlischen Reich – Er holt sie zu sich, um den Rest der Ewigkeit im himmlischen Licht mit ihnen zu verbringen. Köstlich, wenn der Vater im Himmel Seine Geliebten bei sich hat. Und köstlich für alle, die – in aller Trauer – sich mitfreuen dürfen, weil sie wissen:

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.

Darum soll dieser Eintrag mit dem Triumphruf des Paulus enden:

Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
(1 Korinther 15:55)

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